Mülheim sucht die Tulpenkönigin

Mülheim – Vor langer Zeit mal angedacht, nun nach der Corona-Pause endlich umsetzbar: „Mülheim sucht die Tulpenkönigin“ heißt es am kommenden Samstag eine Woche vor dem eigentlichen Schützenfest der St. Peter und Paul Schützen Mülheim. „Der Gedanke dahinter war und ist, die Damen in MüSiWa aktiv abzuholen: Hey, es ist bald Schützenfest, lasst uns doch gemeinsam in die richtige Stimmung dafür kommen“, so Oberst Jörg Rhoden. Daher wird am 18. Juni ab 17 Uhr erstmalig das Frauen-Vogelschießen am Stangenplatz auf dem Külbenkamp angeboten.

Dabei dürfen die Damen aus MüSiWa ab 18 Jahren kostenfrei auf einen Original-Vogel vom Schützenfest schießen – Gewehr, Munition und Umgebung sind analog zum traditionellen Schützenfest-Montag aufgebaut. „Die Dame, welche den letzten Schuss macht, ist sozusagen Königin für einen Abend – ohne Rechte und Pflichten“, so Jörg Rhoden weiter. Als Prämierung wurde eine 1-Liter-Tulpe der Warsteiner Brauerei gestiftet, die eine Laserbeschriftung „Tulpenkönigin 2022 Mülheim“ inklusive des Mülheimer Wappens erhalten hat. Mehr repräsentative Aufgaben sind niccht geplant: „Die Damenwelt aus MüSiWa muss beim Schießen nichts befürchten, so ist mit der Übergabe der gefüllten Tulpe darüber hinaus keine weitere Aktion geplant“, so Rhoden.

Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Peter und Paul Mülheim freut sich auf einen neuen, spannenden Wettbewerb. „Was sich dann daraus in den kommenden Jahren entwickeln kann/wird ist ja noch nicht abzusehen.“ so Oberst Jörg Rhoden.

Beim Buschaufsetzen und beim Schieß-Event wird für das leibliche Wohl gesorgt. Speziell für die Damenwelt werden an diesem Abend auch Prosecco-Fläschchen angeboten – „um ganz den Bedürfnissen der Damenwelt Sorge zu tragen“, heißt es in der Ankündigung.

„Erwin, der Farbenfrohe aus dem Hause Schenke“

Quelle: Soester Anzeiger 15.06.2022   

Drei Jahre lang hatten Fritz und Anja Gosmann als amtierendes Mülheimer Königspaar auf ihr traditionelles Vogelkrönen warten müssen, denn zweimal war das Schützenfest Corona-bedingt ausgefallen und Gosmanns, die sich schon 2019 zu neuen Majestäten gekürt haben, waren seither im Amt geblieben. Nun wird in weniger als zwei Wochen endlich wieder Schützenfest in Mülheim gefeiert. Und damit Fritz Gosmanns Nachfolger am Montag, 27. Juni, an der Vogelstange ausgeschossen werden kann, galt es am Wochenende, den von Bernd Heinze gebauten Holzvogel zu dekorieren. Getauft wurde dieser auf den Namen „Erwin, der Farbenfrohe aus dem Hause Schenke“. Die Namensgebung bezieht sich auf das Maskottchen des FC Schalke 04, dessen Fan der König ist, sowie auf den Malermeister-Beruf des Königs und auf den Beinamen, den Gosmanns im Ort traditionell tragen. Die Hofdamen dekorierten den Schützenvogel mit blau-weißen Eierketten, die zudem das Mülheimer Wappen tragen. Lange wurde anlässlich des Vogelkrönens gemeinsam gefeiert und sich auf die nahenden Festtage eingestimmt.

Stadt Warstein zeigt Flagge! Schützenfahnen auch in Mülheim als Zeichen der Solidarität

Amtsoberst Ernst Adams richtet Schreiben an die Warsteiner Schützen:

         

Liebe Schützenbrüder der Stadt Warstein,

seit einigen Wochen hält uns nun schon ein Zustand in Atem, den in diesem Ausmaß sicherlich noch keiner von uns vorher geahnt, ja schon einmal erlebt hat. Alles deutet momentan auch daraufhin, dass das Ausmaß dieser Pandemie uns auch noch die kommenden Wochen, wenn nicht sogar Monate begleiten wird.

Schweren Herzens haben die Schützenbrüder aus Waldhausen inzwischen sicherlich die einzig richtige Entscheidung getroffen und ihr mit viel Einsatz und Sorgfalt geplantes Jubelschützenfest am 1. Maiwochenende abgesagt.

Aber auch weitere Schützenbruderschaften und -gesellschaften unserer Stadt werden in den kommenden Wochen vor der großen Entscheidung stehen, ihre jährlichen Hochfeste, unsere geliebten Schützenfeste, abzusagen oder zu verschieben. Sicherlich für uns alle eine Entscheidung, die in der Vereinsgeschichte bisher einzigartig bleibt.

Dies macht sich zurzeit auch an unseren Schützenhallen bemerkbar, die schon seit einigen Wochen ohne Vermietungen ziemlich leblos und verwaist ihr Dasein fristen. Aus diesem Grunde finde ich die Aktion, die derzeitig im Kreisschützenbund Meschede stattfindet und bereits von unseren Freunden der Schützenbruderschaft Suttrop durchgeführt wurde, eine sehr nette und gute Geste!

Unter dem Motto „Fahnen raus“ hängen alle Schützenbruderschaften und -gesellschaften vor Ihren so verwaisten Schützenhallen Ihre Schützenfahne heraus. Als Zeichen der Solidarität und Dankbarkeit gegenüber allen Mitmenschen, die in dieser aktuellen Krise zum Fortbestand unseres täglichen Lebens beitragen, soll diese Ehrbezeugung mit dem Aufhängen unserer Schützenfahnen dienen.

Allen Pflegekräften, Medizinern, Verkaufspersonen, Feuerwehren, Zustellern und Ordnungskräften wollen wir auf diesem Wege danken und gleichzeitig unsere Hoffnung und Bitte zum Ausdruck bringen, dass unsere Fahnen alsbald wieder zu Freude und Frohsinn vor unseren Schützenhallen im Winde wehen werden.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr gerade in der kommenden Karwoche diese Solidaritätsgeste der Warsteiner Schützen unterstützt und mir gerne ein entsprechendes Foto von Eurer wehenden Fahne vor der Schützenhalle zur Verfügung stellt. Dann würde ich gerne nach den Osterfeiertagen diese Aktion auch einmal der heimischen Presse zur Verfügung stellen und somit auch auf die Unterstützung der Schützenbrüder hinweisen.

Weiterhin möchte ich, falls allen noch nicht bekannt, auch noch auf die Aktion www.warsteinhilft.de des Initiators Ludwig Thorwesten hinweisen, wobei sich auch jeder ehrenamtlich für die Gemeinschaft in unserer Stadt engagieren kann. Auf diese  Aktion hat ja bereits vor einigen Tagen der Niederbergheimer Oberst Björn Besting ausdrücklich hingewiesen. Dankenswerterweise hat ja der Vorstand der Schützenbruderschaft Mülheim bereits in eigener Regie auch schon eine Unterstützung für die Dorfbewohner organisiert bzw. durchgeführt.

Allen Schützenbrüdern der Stadt Warstein auf  diesem Wege ein herzliches Dankeschön für Euren unermüdlichen Einsatz zum Kampf gegen diese gesundheitsschädliche Lage. Trotzdem wünsche ich Euch auf diesem Wege ein schönes und natürlich ruhiges Osterfest, verbunden mit dem größten und innigsten Wunsch in diesen Tagen:

Bleibt alle gesund und munter!!

Herzliche Grüße

Euer

Ernst Adams

(Amtsoberst)

Schützen wollen „Dorf wichtige Stützen sein“

Mülheim – „Das ganze Land im Krisenmodus, Kontakteinschränkungen für alle: Wir alle durchleben gerade eine schwere Zeit“, schreibt Jörg Rhoden, Oberst der Mülheimer St. Peter und Paul Schützenbruderschaft. Weil die Maßnahmen besonders die älteren Mitbürger und die Bürger der Corona-Risikogruppe treffen, starten die Schützen nun eine Hilfsaktion „in der Stadt Warstein wie auch im Ortsteil Mülheim“. Jörg Rhoden: „Wir als Schützenbruderschaft St. Peter & Paul Mülheim nehmen dies, wie einige andere Bruderschaften in der Nachbarschaft für ihre Orte auch, zum Anlass, unserem Dorf helfen zu wollen. Ganz im Sinne der ureigensten Gründungsideale hat sich ein kleiner Kreis des Vorstandes dazu bereit erklärt, Bedürftigen aktiv in dieser Krisenzeit zur Seite zu stehen. Wir möchten zeigen, dass es nicht nur darum geht, einmal im Jahr Schützenfest zu feiern, sondern auch gerade in diesen Zeiten dem Dorf eine wichtige Stütze zu sein“ Daher bietet der Vorstand der Bruderschaft Unterstützung bei Einkäufen und Apotheken-Abholungen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Sicherheitsaspekte an. Dabei kann telefonisch der Bedarf gemeldet werden, intern werden die Aufgaben gleichmäßig verteilt und nach Feierabend entsprechend abgearbeitet. Zur Übergabe kommt es vor der eigenen Haustür. Bedürftige, aber auch weitere interessierte Mülheimer können sich ab sofort unter Tel. 0151-70813700 beim Vorstand melden. Sollten sich noch weitere Freiwillige finden, so können sich auch diese unter der angegebenen Telefonnummer melden.